So kam es zu "Hope for Ethiopia e.V."

Auf einer meiner Reisen besuchte ich 2013 das erste Mal den Ort Lalibela in den Bergen Äthiopiens. Die Wirkung, die dieser Ort auf mich ausübt, persönliche Erlebnisse und dort entstandenen Freundschaften führten dazu, dass ich im April 2014, nach meinem zweiten Besuch in Lalibela, damit begonnen habe, für die Ärmsten der Armen und bedürftige Menschen in Lalibela Patenschaften mit gutherzigen Menschen in Deutschland zu vermitteln.


Lalibela, heilige Stadt und Wallfahrtsort, ist weltweit bekannt für die monolithischen elf Kirchen, die mehrgeschossig in rote Basaltlava gemeißelt sind und zum Weltkulturerbe der UNESCO zählen. Der Ort liegt 2.500 Meter hoch und hat 8484 Bewohner die fast vollständig äthiopisch-orthodoxe Christen sind. 


 

Bei meinen Besuchen in diesem wundervollen, wenn auch von Leid geplagten Land, ist mir bewusst geworden wie viel wir haben und wie viel woanders fehlt. Ich habe erkannt, dass es erforderlich ist, Rücksicht auf benachteiligte, ausgegrenzte und hilfsbedürftige Menschen zu nehmen, und durch gemeinschaftlich gelebte Nächstenliebe, humanitäre Ideale am Leben zu erhalten. 

 

Die Armut und Not auf unserer Welt scheint grenzenlos, umso wichtiger ist es für die Betroffenen Liebe, Barmherzigkeit und Hoffnung zu erfahren. Wir, die in der Wohlstandsgesellschaft leben, sind in der Lage eine bessere Welt zu gestalten. Indem wir tätig werden. Zeit, Energie und Geld, von Herzen und mit einem guten Gewissen gebend, können wir dazu beitragen eine gerechtere, gesündere und auch lichtvollere Lebenssituation für viele Menschen zu erschaffen.

Für mich persönlich ist "Hope for Ethiopia e.V." die lange Zeit vermisste und gesuchte Aufgabe, in die ich meine Zeit und Energie mit Freude, Leidenschaft und von Herzen einbringen kann, und die ich nicht aus Zwang, Notwendigkeit oder um Geld zu verdienen erledige - etwas, was mich erfüllt und meinem Dasein einen Sinn gibt.  Ferdinand Reul  

Mit der Vermittlung von Patenschaften hatte im April 2014 Alles begonnen. Unsere allererste Patenschaft war Anguach Alemu. Ich hatte die alte Anguach unter menschenunwürdigen Umständen, in einem Bretter-Verschlag lebend, kennengelernt. Die fast blinde, 79 jährige Frau konnte sich nicht mehr bewegen, lag in ihren Ausscheidungen und überlebte nur von Nahrungsresten der Umwohnenden. 


Geza, bis dahin nur ein Bekannter aus Lalibela, hatte mich hingeführt und bei der Vorstellung, dass die alte Anguach auch meine Mutter sein könnte, überkam mich ein unbeschreibliches Gefühl und ich konnte meine Tränen nicht unterdrücken. Dieses unbeschreibliche Gefühl hat mich dann Tag und Nacht beschäftigt, und so beschloss ich, gemeinsam mit Geza, den Ärmsten der Armen in Lalibela zu helfen. Meine Mutter hatte sich damals nach meinem Bericht sofort dazu bereit erklärt, eine monatliche Unterstützung für Anguach zu zahlen. Mittlerweile sind Beide leider nicht mehr unter uns, aber für Anguach waren die letzten 2 Lebensjahre ein Segen und ich bin überglücklich und dankbar, dass ich meine Mutter, die mich bei meinen Bestrebungen, Bedürftigen in Lalibela zu helfen, immer unterstützt und mir immer zugesprochen hat, stolz auf mich machen konnte.

Die Hilfe von Mensch zu Mensch ist erforderlich und motiviert Andere, konkret Hilfe und Unterstützung zu leisten.

 

Helfen auch Sie! Übernehmen Sie eine Patenschaft!

 

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